Geisteswissenschaft, Natur: Wissenschaft, Technik Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik
Aus dem bloßen Naturerkennen heraus bemerkt man, wie mit den körperlichen Veränderungen und Umwandlungen, mit dem jugendlichen Alter, mit dem Greisenalter und so weiter, sich auch die seelischen Zustände ändern. Mit dem naturwissenschaftlichen Denken kann man physiologisch weitergehen. Man kann zeigen, wie tatsächlich in dem Nervensystem, im Gehirn ein Ausdruck dessen vorhanden ist, was die Struktur, die Konfiguration unseres Denkens ist. Und man kann da, wenn man von einer Seite her konsequent die Sache verfolgt, sagen: Ja, es geht aus irgend etwas, was natürlich heute höchstens hyporhetisch festgestellt werden könnte, dasjenige hervor, was Denken, was Leben in Gedanken ist.
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GA 73a/1920-06-17/p012 · edition original