Geisteswissenschaft, Natur: Wissenschaft, Technik Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik
Nehmen Sie zum Beispiel die Geologie. Ich will ein Beispiel herausgreifen. Es ist besser, sich über konkrete Fragen zu unterhalten, als in allgemeinen Redensarten zu phrasieren. Ich verstehe vollständig und konnte selbst diese Methode verfolgen: Wenn man aus dem, was sich heute abspielt um uns herum in den Formationen des Gesteins, in den Ablagerungen der Flüsse und Gewässer und so weiter, die aufeinanderliegenden geologischen Schichten untersucht und dann ausrechnet — wenn das Betreffende auch nicht immer eine wirkliche Rechnung ist, sondern nur etwas Approximatives—, wenn man da ausrechnet, wie lange diese jeweiligen Gesteinsschichten schon bestanden haben, dann kommt man zu den bekannten Größenzahlen. Und man kommt dann, wie Sie alle wissen, bis zu jenem Anfang der Erdenentwicklung, wo die Erde - wie man hypothetisch annimmt -, aus irgend etwas sich herausgebildet hat, aus einer Art von Urnebel oder dergleichen. Ich brauche das nicht näher auseinanderzusetzen. Sie kennen das alles.
Cite:
GA 73a/1920-06-17/p024 · edition original