Geisteswissenschaft, Natur: Wissenschaft, Technik Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik
Nun, es ist auch eine andere Entwicklung möglich; es ist die Entwicklung möglich, daß wir erleben, wie sich in der eigentlichen Substanz der technischen Gebilde etwas abhebt von dem Natürlichen, in dem jetzt nichts mehr drinnen steckt, was wir erahnen können, sondern nur das, was wir überschauen können. Denn wenn wir es nicht überschauen, können wir es nicht gestalten. Indem wir dies erleben, indem wir uns gerade richtig durchdringen mit dem, was daran erlebt werden kann, muß in uns umso mehr erwachen ein gewisses Bedürfnis. Diese neue Außenwelt, die zeigt sich uns ohne die innere Bewahrheitung der Ideen, die zeigt sich uns ohne das innere Erleben der Ideen. Daher werden wir durch dieses neue Erleben vorbereitet zum reinen Erleben desjenigen, was Geistigkeit ist, desjenigen, was der Mensch, abgezogen von allem äußeren Beobachten, so im Innern erleben muß, wie ich es am Beginne meiner heutigen Betrachtungen versuchte, Ihnen skizzenhaft darzustellen.
Cite:
GA 73a/1920-06-17/p044 · edition original