Geisteswissenschaft, Natur: Wissenschaft, Technik Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik
Dann ist es dazu gekommen, in der Zeit so um 1902 in Berlin, daß ich einmal ersucht wurde, in einem Kreise, der sich ein theosophischer nannte, dasjenige vorzutragen, was ich über den Geist zu sagen hatte. Ich hatte dazumal verschiedene Theosophen kennengelernt, aber das, was sie geäußert haben, konnte mich eigentlich nicht dazu veranlassen, diejenige theosophische Literatur mit einiger Aufmerksamkeit zu verfolgen, die bei dieser Theosophischen Gesellschaft üblich war. Und so trug ich eben dazumal das vor, was sich mir selbst aus eigener anschauender Forschung ergeben hatte. Das führte dazu, daß von Leuten in England, die mein Buch «Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens» gelesen hatten, sehr bald diese Vorträge ins Englische übersetzt wurden und in einer englischen Zeitung erschienen sind. Ich wurde dann aufgefordert, Vorträge zu halten für eine Anzahl von Leuten der Gesellschaft, die sich eben die «Theosophische Gesellschaft» nannte. Ich habe niemals zurückgehalten damit, vor denen, die mich riefen — ob sich diese nun so oder so nannten —, über das zu reden, was ich zu sagen habe. Ich habe aber auch nirgends etwas anderes vertreten als das, was ich aus der eigenen Forschung heraus zu sagen habe. So habe ich auch in der Zeit, in der ich der Theosophischen Gesellschaft angehört habe, nichts anderes vertreten als das, was ich aus eigener Forschung zu vertreten habe.
Cite:
GA 73a/1920-06-17/p073 · edition original