{"corpus":"steiner","locus":"GA 73a/1920-06-17/p077","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So äußerlich dürfen solche Sachen nicht betrachtet werden, indem man einfach über das Konkrete hinwegsieht und sagt: Nun ja, da sind verschiedene Ansichten vorhanden. - Man muß schon das, was auftritt, sich etwas genauer ansehen. Und so möchte ich Ihnen doch anheimstellen, wenn Sie einmal Zeit haben - aber Sie würden viel damit zu tun haben -, einmal all die Quacksalbereien, die aufgetreten sind in den sogenannten theosophischen Gesellschaften, zu vergleichen mit dem, was ich von jeher versucht habe, aus guter Wissenschaftlichkeit heraus zu bringen. Ich sage das nicht aus Unbescheidenheit, sondern aus Wirklichkeitserkenntnis der Sache und aus geistigem Ringen heraus. Und bedenken Sie, daß ich selbst heute gesagt habe: In einzelnem kann geirrt werden, aber es handelt sich darum, eine neue Richtung zu zeigen. Es braucht durchaus nicht so zu sein, daß in allen Einzelheiten das absolut Richtige dasteht. So könnte ja durchaus irgendeiner sagen, er schaue ein rechtwinkliges Dreieck an und kriege da alles Mögliche heraus. Dann kommt einmal einer und sagt: Das Hypotenusen-Quadrat [des rechtwinkligen Dreiecks] ist gleich der Summe der beiden Katheten-Quadrate. - Da kann man nicht sicher wissen, ob es allgemein richtig sein könnte, weil er es nur allein sagt. Nein, wenn einem aus den inneren Gründen es sich aus der Anschauung des Mathematischen ergeben hat, daß das Hypotenusen-Quadrat gleich ist der Summe der beiden Katheten-Quadrate, dann mag eine Million von Menschen sagen, es sei anders, dann weiß ich es und widerspreche einer Million von Menschen. Denn die Wahrheit hat tatsächlich nicht bloß eine äußere Begründung der Übereinstimmung, sondern vor allem auch eine Begründung in ihrer inneren Substantialität.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft, Natur: Wissenschaft, Technik Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik","site_heading":null,"date":"1920-06-17","location":null,"word_count":263,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/73a/1920-06-17/p077","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/73a/1920-06-17/p077"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/73a/1920-06-17/p077","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 75/1920-06-17","ga":"75","lecture":"1920-06-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}