Aus Den Fragenbeantwortungen

GA 73a/1920-10-04/p019 ·1920-10-04 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
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Rudolf Steiner: Verstehen Sie mich richtig. Die Eurythmie ist so, daß sie im physischen Leibe und durch den physischen Leib das ausführen läßt, was sonst nur der Ätherleib des Menschen ausführt. Dadurch, daß der Mensch als Eurythmist mit seinem physischen Leib die am Ätherleib studierten Bewegungen ausführt, dadurch ist noch nicht gegeben, daß dann derjenige, der eurythmisierend dasteht, wenn er gerade irgendeinen abscheulichen Gedanken hat, diesen abscheulichen Gedanken nicht mit seinem Ätherleibe ausführt. Er kann also mit seinem äußeren, physischen Leibe die schönsten Bewegungen ausführen, und da tanzt dann der Ätherleib, seinen Emotionen folgend, unter Umständen in recht karikaturhafter Weise. Aber jene Menschen, die an der ungarischen Grenze kartenspielend neulich von mir charakterisiert worden sind, die habe ich natürlich durchaus nur nach dem Verlaufe ihres physischen Treibens charakterisiert. Ich habe nur gesagt, daß man die Leidenschaften in ihnen, die sie dazu geführt haben, solche Dinge über und unter dem Tisch auszuführen, sich nachher auch noch zu kratzen und zu zerfleischen, daß man diese Leidenschaften geistig-seelisch studieren konnte.

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Cite: GA 73a/1920-10-04/p019 · edition original