Zweiter Vortrag

GA 73a/1921-01-12/p015 ·1921-01-12 · original (original)
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Es ist wichtig, gerade auf so etwas hinzuweisen, weil in dem Vorgehen, in der ganzen Einstellung auf die Erscheinungen dasjenige liegt, was die Goethesche Naturbetrachtung unterscheidet von der gegenwärtigen Naturbetrachtung. Diese Goethesche Naturbetrachtung, sie ist vielleicht wesentlich unbequemer als die heutige. Denn es ist im allgemeinen leichter, durch mathematische Linien sich die Dinge auf die Tafel hinzuzeichnen, als dasjenige ins geistig-seelische Auge zu fassen, was starke Ansprüche macht an unsere Imagination und was man nicht eigentlich mit scharf umrissenen Linien zeichnen kann.

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