Anthroposophie, ihr Wesen und ihre philosophischen Grundlagen

GA 75/1920-07-08/p020 ·1920-07-08 · original (original)
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Nun, meine sehr verehrten Anwesenden, dadurch, daß man in dieser Weise die beiden Eckpfeiler der menschlichen Erkenntnis behandelt, die Naturerkenntnis auf der einen Seite, die Selbsterkenntnis auf der anderen Seite, dadurch, daß man auf der einen Seite hineingelangt über die Grenzen des Naturerkennens— aber nicht durch Spekulieren, sondern durch unmittelbares Erleben -, in das Seelische an sich, daß man auf der andern Seite hineingelangt in das Element seines eigenen Willens - nicht dadurch, daß man Mystik treibt, sondern indem man in strenger Selbstzucht methodisch das Erinnerungsvermögen in sich heranbildet -, dadurch weckt man in der Tat im Inneren des Menschen dasjenige auf, was dieses Menschen Unsterbliches ist. Und das scheint mir eine Fortsetzung desjenigen zu sein, was zwar nicht äußerliche wissenschaftliche Methode der Gegenwart ist, was aber wissenschaftliche Erziehung ist.

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