3. Naturwissenschaft und Anthroposophie
Nun ist es ja so gekommen, daß im Laufe der naturwissenschaftlichen Entwicklung der neueren Zeit gewissermaßen immer mehr heraufgezogen ist innerhalb dieser Forschung der Sinn für die ausschließliche Bedeutung der sinnlichen Tatsachenwelt — dessen, was sich auf sichere Tatsachen gründet, die durch die Sinne beobachtet werden können und deren Beobachtung durch Instrumente verschärft werden kann. Nur was auf diese Art zugrunde gelegt werden kann, das gilt als eine wahrhaftige Grundlage der neueren wissenschaftlichen Forschung. Und je mehr man fortgeschritten ist, desto mehr kam man ab davon, im Denken, im methodischen Sinnen sich zu erheben über diese Tatsachenwelt. Man ist immer mehr und mehr dazu übergegangen, die Tatsachen gewissermaßen experimentierend so anzusehen, daß sie sich durch sich selbst in ihren gegenseitigen Beziehungen aussprechen und man auf diese Weise zu Naturgesetzen, wie man sie nennt, kommt.
Cite:
GA 75/1921-06-04_02/p009 · edition original