3. Naturwissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1921-06-04_02/p010 ·1921-06-04 · original (original)
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Gewiß, es ist noch nicht lange her, da hat man bei der Bearbeitung der Tatsachen den Weg von diesen Tatsachen zu mehr oder weniger kühnen Hypothesen nicht gescheut. Diese haben sich in der neueren Zeit weiter entwickelt zu Begriffssystemen. Und so ist man zu Erkenntnissen gekommen, zum Beispiel über das Weltenall. Wir leben jetzt allerdings in einer Zeit, in der man über die in ihrer Art so plausibel erscheinenden Hypothesen etwas in Zweifel gekommen ist, so zum Beispiel über die Kant-Laplacesche Weltentstehungshypothese. Sie gilt durchaus als etwas Unsicheres, obwohl man auf der anderen Seite wohl zugeben wird, daß man, wenn man überhaupt zu einer befriedigenden Überschau über die Erscheinungswelt kommen will, solche Hypothesen nicht recht entbehren kann. Dies charakterisiert ungefähr das eine. Also, ich konnte ja nur in kurzen Strichen andeuten, was demjenigen entgegentritt, der sich heute nun wirklich forschend in das naturwissenschaftliche Gebiet hineinbegibt.

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