3. Naturwissenschaft und Anthroposophie
Aber gerade dann, meine sehr verehrten Anwesenden, wenn man mit diesem wissenschaftlichen Geiste durchdrungen ist, wenn man von dem bloßen mathematisierenden Sich-Ergehen in den äußeren Tatsachen zurückschaut auf das lebendige Forschen, auf das, was da wird, wenn man in der Seele - die äußeren Tatsachen hinter sich lassend - diese Wissenschaft gewissermaßen weiterträgt, gerade dann, wenn man auf das zurückblickt, was einem als Mensch von dieser Wissenschaft bleibt, dann tritt einem zunächst ein Problem wie ein großes Zentralproblem entgegen, das in seiner ganzen gigantischen Größe eigentlich nur derjenige fühlen kann, der sich gerade an der Wissenschaftlichkeit heranerzogen hat: Das ist das Problem der menschlichen Freiheit.
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GA 75/1921-06-04_02/p014 · edition original