3. Naturwissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1921-06-04_02/p024 ·1921-06-04 · original (original)
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Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam: Ich spreche hier nicht von irgendwelchen Methoden oder irgendwelchen Theorien über die Freiheit, sondern von der Tatsache der Freiheit, die wir einfach auffinden, indem wir uns unbefangen in unser Seelenleben selber vertiefen. Und dann, wenn wir dazu in der Lage sind, wenn wir so, mit echtem naturwissenschaftlichem Geist ausgerüstet, gewissermaßen gegen uns zugehend - nicht nach außen hingehend, sondern gegen uns zugehend - an die Grenze kommen, wo man mit wissenschaftlichem Denken noch ausreicht und wo wir übergehen können zu dem, was in uns erlebbar ist als Freiheit, dann kommen wir heran an die Möglichkeit, die Berechtigung der Anthroposophie zu empfinden. Denn Anthroposophie muß zunächst, indem sie ihren wissenschaftlichen Charakter darlegt, ausgehen von diesem Erlebnis des Nicht-Herankommens an die Freiheit mit dem, was äußerlich zu solch großen theoretischen und praktischen Triumphen geführt hat - mit der Naturwissenschaft.

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