3. Naturwissenschaft und Anthroposophie
Sehen Sie, meine sehr verehrten Anwesenden, in der Naturforschung geht man von der Notwendigkeit aus. Man geht gewissermaßen so an den Menschen heran, daß man im Denken nur insofern etwas beitragen kann, als man das, was man äußerlich naturwissenschaftlich erforscht hat, innerlich bewahrt und sich sagen kann, um im rechten Sinne Mensch zu sein: Du trägst etwas in dir, das mit dem Wesen der ganzen Welt zusammenhängt. — Aber man kommt, indem man den Versuch macht, mit jenem Denken an den Menschen heranzukommen, das ganz außerordentlich gut anzuwenden ist draußen in der Naturforschung, im äußeren Leben, in ein Gebiet - ich habe das charakterisiert, lesen Sie es nach in meiner «Philosophie der Freiheit» —-, wo man nicht mehr weiterkann. Die Hypothesen werden unsicher.
Cite:
GA 75/1921-06-04_02/p039 · edition original