6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie
Rudolf Steiner: Meine sehr verehrten Anwesenden! Gestatten Sie mir zunächst, daß ich dem Bunde für Anthroposophische Hochschularbeit hier meinen herzlichsten Dank dafür ausspreche, daß er mir Gelegenheit gibt, in einem orientierenden Vortrage über das Verhältnis gewisser wissenschaftlicher Eigentümlichkeiten der Gegenwart zu der Anthroposophie zu sprechen. Weiter muß ich Sie gerade heute bitten zu berücksichtigen, daß in einem solchen ersten, orientierenden Vortrage eine gewisse Schwierigkeit vorliegt. Dies deshalb, weil ja selbstverständlich vieles von dem, was gerade über ein umfassendes Thema zu sagen ist, nur angedeutet werden kann und daher notwendigerweise nur Anregungen gegeben werden können, die ja später weiterer Ausführungen bedürfen werden und die naturgemäß manches, was sich an Fragen auftürmen muß, unberücksichtigt lassen müssen.