6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1922-05-11/p016 ·1922-05-11 · original (original)
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Nun, damit ist aber zu gleicher Zeit der Weg eröffnet für eine ganz bestimmte Auffassung der naturwissenschaftlichen Weltanschauung, und diese Auffassung der naturwissenschaftlichen Weltanschauung wird gerade vom anthroposophischen Forschen in ihren Konsequenzen verfolgt. Denn was liegt denn eigentlich darin, daß wir zu einer solchen Auffassung unseres wissenschaftlichen Erkennens gekommen sind? Darin liegt schon die Anerkennung dessen, daß wir unser Denken innerlich ausbilden wollen und, indem wir es innerlich ausbilden, zu einer Gewißheit kommen und es dann verwenden, um die äußeren Phänomene, um die äußeren Tatsachen gesetzmäßig zu verfolgen. Dieses Prinzip verfolgt nun auf dem Gebiete, wo es angemessen ist, gerade die Anthroposophie, indem sie sich hinwendet zu dem, was ich nennen möchte den reinen Phänomenalismus in bezug auf gewisse Gebiet der äußeren Naturwissenschaft, in bezug auf Mechanik, Physik, Chemie, in bezug auf alles, was zunächst nicht bis zum Leben heraufdringt. Im extremsten Sinne wird dieser Phänomenalismus von uns festgehalten für die Gebiete, die über dem Leblosen liegen. Aber wir werden gleich sehen, inwiefern er da eben ergänzt werden muß durch etwas wesentlich anderes.

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