6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1922-05-11/p054 ·1922-05-11 · original (original)
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Diesen Abbauprozeß lernt man zunächst im gesunden Leben kennen, das heißt in dem Leben, wo er auftritt, damit das menschliche Denken im gewöhnlichen Sinne des Wortes überhaupt zustande kommen kann. Wenn man sich einmal die Natur dieser Prozesse angeeignet hat, dann lernt man auch das abnorme Auftreten dieser Prozesse kennen. Es gibt einfach gewisse Organe oder Organsysteme in dem menschlichen Organismus, in denen Parallelprozesse zum gewöhnlichen Denken verlaufen. Wenn sich aber die Abbauprozesse, die sonst die physischen Grundlagen des Denkens sind, sozusagen durch eine innerliche Infektion - das Wort ist nicht ganz im eigentlichem Sinne gebraucht -, wenn sich diese Abbauprozesse auf jene Organe ausdehnen, denen sie sonst nicht zugeordnet sind, dann entstehen in diesen Krankheitszustände.

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