6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1922-05-11/p062 ·1922-05-11 · original (original)
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Ich habe jetzt nur einiges angedeutet. Sie finden das ganz ausführlich dargestellt in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Wir gelangen wirklich in einen Zustand, daß wir die Welt sehen, ohne daß wir selbst das Hindernis sind, voll in das Übersinnliche einzudringen. Denn eigentlich sind wir dadurch, daß wir im gewöhnlichen Bewußtsein immer in unserem Leibe leben, das Hindernis, in die übersinnliche Welt uns einzuleben, denn der Leib vermittelt uns nur das Irdische, nicht das Seelisch-Geistige. Wir schauen jetzt, indem wir von unserem Leibe absehen können, in eine Stufe der geistigen Welt hinein, durch die uns dasjenige erscheint vor dem geistigen Blicke, was aus unserer Seele wird, wenn sie einmal durch die Pforte des Todes durchgegangen ist. Wie wir durch die andere Art, die ich vorhin beschrieben habe, unser präexistentes Leben kennenlernen, so lernen wir jetzt unser Leben in dem Zustande nach dem Tode kennen. Wenn wir nun gelernt haben, den Organismus nicht mehr zu sehen, so lernen wir jetzt, indem er bildlich vor uns hintritt, denjenigen Vorgang kennen, in dem wir uns befinden, wenn wir diesen physischen Organismus ganz abwerfen und mit unserem geistig-seelischen Organismus in die geistig-seelische Welt hineingehen. Den Untergang unseres physischen Daseins, das Aufleben eines geistig-seelischen Daseins: Das erleben wir in der dritten Stufe der übersinnlichen Erkenntnis, in derjenigen Stufe, die ich die höhere intuitive Erkenntnis genannt habe.

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