6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie

GA 75/1922-05-11/p071 ·1922-05-11 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dies, meine sehr verehrten Anwesenden, meine sehr verehrten Kommilitonen, möchte die Anthroposophie. Leben möchte sie bringen in die menschliche Seele, in den menschlichen Geist - nicht eine ihr oftmals nachgesagte Opposition gegen das sein, was gerade sie als vollberechtigt im modernen Wissenschaftsgeist anerkennt. Fortführen möchte sie diesen Wissenschaftsgeist, damit er aus dem Äußerlichen, Materiellen, Naturalistischen in das Geistig-Seelische hineindringen kann. Und gerade wer in dieser Weise heute die Menschenbedürfnisse durchschauen kann, ist überzeugt, daß in zahlreichen Menschen der Gegenwart bereits der innere, unbewußte Drang nach einer solchen Fortführung des Wissenschaftsgeistes der Gegenwart besteht. Nur das bewußt ausgestalten, was in vielen als ein dunkler Drang lebt - das möchte die Anthroposophie. Und nur derjenige wird sie im richtigen Lichte und in ihrem Verhältnis zur Wissenschaft schauen, der sie in ihrem wahrem Lichte, nicht in den Entstellungen kennenlernt, die man in der heutigen Zeit zum Teil von ihr entwirft.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/75/1922-05-11/p071.json
Cite: GA 75/1922-05-11/p071 · edition original