6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie
Auf diesem Vorgang fußte das Yoga, das das gewöhnliche Atmen zu einem anders geregelten Atmen umbildete. Durch den veränderten Atmungsprozeß — also durch einen mehr leiblichen Prozeß — wurde das Denken umgestellt. Es wurde zu dem gemacht, was eine gewisse Anschauung im alten, instinktiven Sinne ergab. Heute leben wir in einer differenzierten menschlichen Organisation, heute müssen wir direkt auf den Denkprozeß losgehen, heute kommen wir dadurch aber auch zu etwas ganz anderem. Wenn Sie also auf das Konkrete eingehen, dann werden Sie jede einzelne Phase des Erkennens, wie sie nacheinander in der Menschheitsentwicklung aufgetreten ist, klar definieren können. Und dann werden Sie gar nicht mehr darauf kommen, daß das, was jetzt mit der Anthroposophie da ist als die für die Gegenwart geeignete Form, höhere Erkenntnisse zu erlangen, irgendwie zusammengeworfen werden kann mit dem, was in älteren Zeiten da war. So können wir natürlich nicht über das, worüber ich gar nicht gesprochen habe, diskutieren — auf Grundlage dessen, was ich Ihnen in einem orientierenden Vortrage gesagt habe. Ich müßte selbstverständlich nun weiter fortfahren, wie das präexistente Leben ist. Ich habe nichts anderes sagen können in meinem orientierenden Vortrage, als daß durch die geschilderten Vorgänge, die in der Tat verschieden sind von dem, was in der Geschichte jemals an innerer Entwicklung hervorgetreten ist, die Erkenntnis des präexistenten Lebens erreicht wird.