6. Agnostizismus in der Wissenschaft und Anthroposophie
Also, es handelt sich darum, daß man die Begriffe, die hier entwickelt werden für Anthroposophie, eben durchaus genau auffaßt. Ich wollte Anregungen geben. Ich begreife durchaus, daß Einwendungen möglich sind, weil man natürlich nicht alles in dieser ausführlichen Weise erklären kann, und so setze ich voraus, daß noch viele Zweifel und so weiter in den Seelen der Anwesenden da sind. Aber denken Sie sich, wie lang mein Vortrag geworden wäre, wenn ich in derselben Weise im Vortrag schon alle die Zweifel weggeräumt hätte, die ich jetzt versuchte, in meiner Antwort wegzuräumen. Damit muß man schon bei einem ersten orientierenden Vortrage rechnen, aber nicht bloß in der Anthroposophie, sondern auf allen Gebieten. Darum hat es sich heute gehandelt. Ich wollte durchaus nichts Abschließendes geben, und ich muß sagen, daß manche Menschen ja durchaus nicht auf das Anthroposophische eingehen wollen. Aber ich habe gefunden, daß die besten Erkenner dessen, was Anthroposophie ist, oftmals nicht diejenigen waren, die gleich von vornherein, auf den ersten Anhieb, auf sie verfallen sind, sondern daß die besten Arbeiter in der Anthroposophie diejenigen geworden sind, die gerade durch herbe Zweifel gegangen sind.