Philosophie
Nun möchte ich, anknüpfend an dieses Phänomen, ein anderes, das im Grunde genommen auch nur ein sozusagen subjektiv persönliches philosophisches Erlebnis ist, charakterisieren. Der bekannter als Ludwig Haller gewordene Philosoph Eduard von Hartmann hat sich mit Ludwig Haller auseinandergesetzt. In dieser Auseinandersetzung ist ein Punkt von ganz besonderer Bedeutung. Ludwig Haller, der sich viel zu tun macht, Sie sahen, er nennt sich wegen dieses Sich-viel-zu-tun-Machens «eines Gecken Geck», mit dem Sich-Hineinfinden in das kantisch infizierte Gedankenweben seiner Zeit, unseres Zeitalters — er verspürt nämlich, indem er so mit dem Denken von Begriff zu Begriff geht, indem er sich dem philosophischen Denken überläßt, das sieht man ganz deutlich überall durchleuchten aus seinem Buche — er verspürt, daß die Begriffe, denen er nun folgt mit dem Denken, ein merkwürdiges Innenleben gewinnen. Es ist ihm so, als ob die Begriffe in seinem Gemüte anfingen ein selbständiges Leben zu führen. Das hebt er an den verschiedensten Stellen seiner «Metalogik, Metaphysik, Metapsychik» hervor.