Philosophie

GA 76/1921-04-04/p040 ·1921-04-04 · original (original)
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Es ist ihm die dunkle, finstere Materie, die er nicht begreifen kann, in der Außenwelt übriggeblieben. Aber sein Denken ist nicht eine Realität geworden, es ist Bild geworden. Und er muß weitergehen in diesem Bilde. Das Denken, das heute bloßes Bild ist, war für den Griechen noch Wahrnehmungsinhalt. Dieses Denken hat sich bewegt in der Richtung von außen nach innen. Es schreitet so vor, daß der Mensch erst denkend untertaucht in die äußere Welt. Jetzt ist er mit seinem Philosophieren auf dem Punkte, wo er in dem aus der äußeren Welt herausgeschälten Denken webt. Er muß in dieser Richtung weitergehen. Er muß die Realität wieder suchen. Die Materie hat dem Menschen in alten Zeiten und bis in unser Zeitalter die Stütze für das Denken gegeben, indem sie ihm das Denken real gemacht hat. Das Denken aber ist, weil es die Grundlage werden mußte für die Entwickelung der menschlichen Freiheit, in den Bildcharakter übergegangen. So schwebt es zwischen der Außenerfahrung und dem Innenerlebnis. Es muß untertauchen in dieses Innenerlebnis. Es muß wiederum Realität bekommen. Der Mensch muß mit vollem Bewußtsein eintauchen in die Regionen, bei denen es Eduard von Hartmann und mit ihm allen modernen Philosophen so schwül wird, weil die Gedanken ihnen scheinen anzufangen, wie Kobolde zu tanzen.

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