1. Natur-Erkennen und Geist-Erkennen

GA 77a/1921-07-27/p012 ·1921-07-27 · original (original)
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Eine Auseinandersetzung damit, was da lebte im modernen Geistesleben und — weil ja das Geistesleben doch zugrunde liegt aller menschlichen Kultur- und Zivilisationsentwicklung — auch mit dem ganzen modernen menschlichen Leben, eine solche Auseinandersetzung mit diesen zwei Eckpfeilern steht am Ausgangspunkte dessen, was anthroposophische Geisteswissenschaft werden wollte: eine Auseinandersetzung mit der naturwissenschaftlichen Denkungsart. Und ich sage ausdrücklich: mit der naturwissenschaftlichen Denkungsart. Denn gerade wenn von diesem Ausgangspunkte gesprochen wird, handelt es sich nicht etwa darum, auf einzelne naturwissenschaftliche Ergebnisse einzugehen — auf die ja in so dankenswerter Weise schon eingegangen worden ist in den Vorträgen, die bisher gehalten worden sind —, sondern es handelt sich darum, hinzuschauen auf die Art und Weise, wie sich gerade der naturwissenschaftliche Forscher zu der Wirklichkeit verhalten will, und hinzuschauen insbesondere darauf, was man als Mensch mit Bezug auf seine eigene menschliche Entwicklung in der Gegenwart hat im Betätigen des naturwissenschaftlichen Forschens oder auch nur im Aneignen naturwissenschaftlicher Resultate.

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