1. Natur-Erkennen und Geist-Erkennen
Und verfolgt man, was im Traume sich zunächst noch im gesunden Zustande zeigt, verfolgt man das durch alle diese Erscheinungen, die sich anschließen an das Traumesleben, durch die ohnmachtähnlichen Zustände, durch die berüchtigten medialen Zustände, durch mancherlei, was sonst den Menschen aus dem Phantasievollen in das Phantastische und Schwärmerische führt, verfolgt man diesen ganzen Weg, wo - gewissermaßen in anderen Metamorphosen - wiederum das erscheint, was uns beim Traum dadurch so charakteristisch entgegentritt, daß der Traum nicht mehr in der Lage ist, die Wirklichkeit adäquat zu erfassen, sondern sie erfaßt in dem Symbolum, das ja eben noch strebt, die Wirklichkeit zu erfassen, aber eben sie nicht mehr erfassen kann, - sieht man auf all diese Erscheinungen hin, diese Fiebererscheinungen, auch auf alles das, was als pathologische Zustände des Seelenlebens hervortritt, so hat man den anderen Pol, den Pol, der, wenn sich das Ich nach ihm entwickelt, so auf dieses Ich wirkt, daß dieses sich auflöst, daß es aus der Besonnenheit herauskommt, daß es ins Unbewußte übergeht.
Cite:
GA 77a/1921-07-27/p020 · edition original