3. Anthroposophie als Wissenschaft vom menschlichen Wesen

GA 77b/1921-08-24/p013 ·1921-08-24 · original (original)
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Wir leben uns ein nunmehr in den Strom jener Kräfte, die sonst nur mit dem Vermitteln unserer Ernährung zu tun haben, die uns wachsen machen, und die unsere Reproduktion ermöglichen. Und jetzt erfahren wir, indem wir uns, statt in ein Abstraktes, mit dem vollen Gedankenbewußtsein in ein Konkretes einleben, was Ätherleib ist, wir erfahren, wie unserem physischen Leib, in dem wir sonst im gewöhnlichen Leben drinnen sind, zugrunde liegt ein Leib, der eine innere Kraftgestaltung ist und der nur in einer solchen imaginativen Erkenntnis geschaut werden kann. Man lebt sich ein in dasjenige, was durch Hypothese von der physikalischen und biologischen Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten immer wieder und wiederum gesucht worden ist, was von anderen heute sogar geleugnet wird in seinem Dasein, man lebt sich ein in die reale Ätherwelt gegenüber der ponderablen physischen Welt und lernt erkennen, wie dasjenige, was unserer physischen Menschengestaltung zugrunde liegt, wirklich ein solcher Äthermensch ist. Aber indem man sich als solcher Äthermensch ergreift, zeigt sich in einem noch höheren Sinne das Zerfließen des Ich-Erdenmenschen. Man kann diesen Äthermenschen nicht ergreifen, ohne daß man in seinen einzelnen Gliedern, in seinen einzelnen Teilen überall zugleich sieht und schaut dasjenige, was Kosmos, was Welt ist. Man wird zu gleicher Zeit aus sich herausgeführt, indem man sich als ätherischen Menschen ergreift, denn dasjenige, was da in uns organisierend wirkt als Äthermensch, das wirft seine Strahlen in Strömungen hinaus in den Kosmos, das bringt uns einen Zusammenhang zwischen diesen oder jenen inneren Organen, zwischen diesem oder jenem Gliede unseres physischen Organismus und dem Kosmos.

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