{"corpus":"steiner","locus":"GA 77b/1921-08-24/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das, was wir im gewöhnlichen Menschenleben fühlend erleben, es ist ja nicht durchdrungen in demselben Maße von der Gedankenkraft wie unser Vorstellungsleben. Es ist in Wirklichkeit - ich habe das oftmals auseinandergesetzt — nur insoweit durchdrungen von der Gedankenkraft, wie unsere Träume von der Gedankenkraft durchdrungen sind. Dasjenige, was wir also gewissermaßen im Weltenschatten des persönlichen Fühlens erleben, das erleben wir nun in seiner wahren Gestalt: das Ich, wie es heruntersteigt aus der Weltenperipherie, aus der Weltenätherizität, wie es sich, statt zu zerfließen ins Unbestimmte, hindrängt nach dem Mittelpunkte des eigenen Wesens. Und in diesem Erfassen, das das gewöhnliche Gefühlserlebnis zu einem wirklichen Gedankenerlebnis, daher auch zu einem wirklichen Erkenntniserlebnis macht, in diesem Erlebnis erfassen wir dasjenige, was in anthroposophischer Menschenerkenntnis der astralische Leib genannt wird, der astralische Leib, der uns erscheint als uns von der Welt gegeben, wenn wir aus unserem Zentrum herausblicken. Wir entdecken, wie gewissermaßen herausträufelt aus den Ätherkraftanordnungen dasjenige, was unser astralischer Leib ist. Es ist uns so, wie wenn wir plötzlich nun nicht in uns leben, sondern lebten in Atemluft, die wir einatmen — wie wenn unser Körper objektiv dastünde und wir nicht in diesem Körper wären, sondern in der Atemluft, die wir einatmen —, und es ist uns so wie wenn wir fühlten, daß unsere äußerliche Körperlichkeit lediglich eben dieser Luftkörper wäre, der eindringt in das menschliche Innere, es ist uns so, wie wenn wir da in die Organe des Menschen hineinsähen, wie wenn wir erst uns annäherten der menschlichen Form in ihrer Äußerlichkeit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"3. Anthroposophie als Wissenschaft vom menschlichen Wesen","site_heading":null,"date":"1921-08-24","location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/77b/1921-08-24/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/77b/1921-08-24/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/77b/1921-08-24/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}