3. Anthroposophie als Wissenschaft vom menschlichen Wesen

GA 77b/1921-08-24/p026 ·1921-08-24 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Indem aber dieses, was wir kennenlernen als unser eigenes Astralisches, als unser eigenes Seelisches, in dieser Welt an uns herantritt, fühlen wir uns ja eigentlich als kosmischer Mensch, und unseren eigenen astralischen Leib, unsere eigene Seele fühlen wir nur als ein Glied des Kosmos. Aber wir fühlen es als ein Glied nunmehr nicht des ätherischen, sondern des seelischen Kosmos, und wir wissen jetzt: der Kosmos, er hat eine Seele. Und indem wir in der Lage sind, den astralischen Leib als etwas anderes vor unsere Seele hinzustellen als dasjenige, was uns nur durch unsere äußere physische Körperlichkeit und durch die Ätherizität erscheint, wird ein unserer Geburt oder unserer Konzeption vorangehendes, ein im Geiste, in der Seelenwelt vollbrachtes Leben vor diese unsere Seele gestellt, und ein Leben, in das wir eintreten als ein Geistig-Seelisches, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Dasjenige, was man Unsterblichkeit nennt, und auch dasjenige, was unsere Zivilisation verloren hat und das man Ungeborenheit nennen müßte, das wird eine Tatsache, denn man lernt sich aus der ganzen, das einzelne Menschenleben überdauernden Welt heraus kennen. Man ergreift nicht nur dasjenige Stück des menschlichen Wesens, das im Leibe zwischen Geburt und Tod eingekörpert ist, sondern man ergreift jene menschliche Wesenheit, die der Geburt vorangeht und dem Tode folgt; man ergreift sich als ein Glied der dauernden geistigen Welt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/77b/1921-08-24/p026.json
Cite: GA 77b/1921-08-24/p026 · edition original