3. Anthroposophie als Wissenschaft vom menschlichen Wesen

GA 77b/1921-08-24/p032 ·1921-08-24 · original (original)
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So sehen Sie aus dem ganzen Sinn desjenigen, was ich mir erlaubte Ihnen vorzutragen, daß sich, wenn der Geistesforscher versucht, vorzudringen zur Menschenerkenntnis, im Erstreben dieser Menschenerkenntnis zugleich Welterkenntnis ergibt. Erkenntnis des wahren menschlichen Wesens führt uns über uns hinaus in die objektive Welt hinein. Wirkliche Erkenntnis der wahren objektiven Welt gibt uns innerhalb ihres Inhaltes den Menschen, den wirklich äußerlich und innerlich lebendigen Menschen, der sich heimisch fühlen kann in der Welt, die er auf diese Weise entdeckt. Und so darf gesagt werden: Wie schon geahnt werden kann, daß Welt und Mensch im Intimsten doch zusammengehören müssen, wie ich es schon betont habe in meiner «Philosophie der Freiheit», so stellt gerade Geisteswissenschaft die Erkenntnis vor die Welt hin, daß Welterkenntnis errungen werden muß durch Menschenerkenntnis, weil Weltwesenheit erlebt werden kann im innersten Menschenwesen, daß Menschenwesen erkannt werden kann aus Welterkenntnis heraus, weil der Mensch mit seinem innersten Wesen aus der objektiven, wahren Welt stammt; daß errungen werden muß Welterkenntnis durch Menschenerkenntnis [und Menschenerkenntnis durch Welterkenntnis].

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