4. Anthroposophie als Moralimpuls und soziale Gestaltungskraft
Es ist Ihnen in dem vorhin gehaltenen Vortrage in einer humorvollen Weise dargestellt worden, wie innerhalb unseres sozial-wirtschaftlichen Lebens den Leuten alle möglichen Dinge aufgeschwatzt werden, und wie sich dann diese Leute diese aufgeschwatzten Dinge zu ihrem Hausrat dazutun. Solche Dinge müssen in ihrer Symptomatik gesehen werden, und sie werden in ihrer Symptomatik nur gesehen, wenn man von ihnen ausgehend die Verbindungslinien ziehen kann zu den großen Ereignissen des Weltengeschehens. Denn wäre das nicht, daß sich die Leute von den Hausierern diese Dinge aufschwatzen ließen, so gäbe es auch dasjenige nicht — denn die Dinge hängen im sozialen Leben zusammen —, was uns zum Schluß von der grauenhaften Militarisierung des Wirtschaftslebens erzählt worden ist.
Cite:
GA 77b/1921-08-26/p011 · edition original