Dritter Vortrag

GA 78/1921-08-31/p020 ·1921-08-31 · original (original)
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In diesen «Unzeitgemäßen Betrachtungen» hielt Nietzsche seiner Zeit, die an der unbefriedigenden, für ihn schmerzvollen Wahrnehmung haftete, den Spiegel so vor, daß er überall dem, was die Zeitgenossen sagten, das entgegensetzte, was der Vollmensch in sich finden und erfinden muß, um überhaupt das zu ertragen, worinnen nach Nietzsches Meinung die Zeitgenossen philiströs glücklich zu sein sich einbilden konnten. David Friedrich Strauß stellte er geradezu als den Typus des Philisters hin, der hinweist auf das Befriedigende der äußeren Wahrnehmungswelt, der in hausbackener Art nicht aufsteigen will zu einem über diese Wahrnehmungswelt hinwegführenden Geist.

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