Die Wirklichkeit der höheren Welten Das freie Geistesleben und die Geisteslage der Gegenwart
Ich bitte, sich an solchen Ausdrücken nicht zu stoßen. Es ist nichts Abergläubisches oder Althergebrachtes damit gemeint, sondern allein dasjenige, was ich beschreibe. Inspiriertes Erkennen nenne ich es deshalb, weil in der Tat gerade so, wie aus der Außenwelt als ein Reales die Luft in unseren Atmungsorganismus hereinkommt, so jetzt die übersinnliche Welt in die gewöhnliche Seelenwelt hereinkommt. Wir sind, indem wir einem solchen inspirierten Erkennen als Geistesforscher hingegeben sind, in der folgenden Lage. Wir gehen zunächst aus von der gewöhnlichen Seelenverfassung. Nachdem wir uns zuerst die Fähigkeit angeeignet haben, das Bewußtsein leer zu machen, können wir, wo wir auch stehen, in der Zeit oder im Raume, was wir auch in unserem Bewußtsein haben, die Möglichkeit herbeiführen, das Bewußtsein leer zu machen. Von gewissen Ausgangspunkten aus erscheint uns dann irgend etwas von dem Wesen, von den Vorgängen der übersinnlichen Welt. Wie eine Einatmung, eine Inspiration ist dieses. Die geistige Welt wird hereingeatmet in die gewöhnliche Welt. Und wiederum müssen wir die Stärke haben, das gewöhnliche Bewußtsein herzustellen, zu urteilen vom gewöhnlichen Bewußtsein aus über diese geistige Welt. Es ist ein fortwährendes Aus- und Einatmen der geistigen Welt, ein immer wiederkehrendes Herankommen an das gewöhnliche Bewußtsein, das den Menschen eben auch gegenüber diesen geistigen Welten voll besonnen macht.