Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-16/p023 ·1922-01-16 · original (original)
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Aber man muss, bevor man die Erkenntnis für diese Gebiete ausbildet, zu den beschriebenen Methoden der Imagination und Konzentration noch andere hinzufügen. Diese anderen gehen nach der Richtung des Willens. Geradeso, wie für das gewöhnliche Bewusstsein der Gedanke abhängig ist vom Gehirn- und Nervenwesen, so ist — ich kann auf die Einzelheiten nicht eingehen, aber für denjenigen, der die moderne naturwissenschaftliche Entwicklung wirklich kennt, wird das ohne Frage sein —, ebenso ist der menschliche Wille, wie er sich entfaltet, in alledem, was den Menschen zum Handeln führt, abhängig zunächst von der menschlichen Leibesorganisation. So, wie man das Gedankenleben frei zu machen hat für übersinnliche Forschung von der leiblichen Organisation, so hat man auch das Willensleben frei zu machen von der Leibesorganisation. Nun führt aber schon jene starke Anstrengung des Willens, die man entfalten muss in der imaginativen Erkenntnis dazu, den Willen allmählich in einer leibfreien Weise anzuwenden.

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