Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-16/p029 ·1922-01-16 · original (original)
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Diese Willensanstrengung, zu der man da kommt, die bringt es endlich dahin, dasjenige, was sonst - ich möchte sagen, obwohl das vielleicht gerade bei denjenigen Menschen, die nur immer von objektiver Erkenntnis sprechen, nicht beliebt ist —, diese Willensanstrengung bringt es dahin, in einem tieferen Sinne das zu fassen, was im gewöhnlichen Leben nun auch gerade als der schönste und beste Ausdruck des menschlichen Willens an die Organisation gebunden ist: die Liebe auszubilden. Ich weiß — meine sehr verehrten Anwesenden —, Liebe wird nicht gerne als eine Erkenntnisfähigkeit angesehen. So wie sie im gewöhnlichen Leben ist, soll das auch nicht von Anthroposophie in Anspruch genommen werden. Aber wenn auf die Weise eine Willensentfaltung stattfindet, wie ich sie beschrieben habe, dann kommt der Mensch dazu, gerade in der Liebefähigkeit eine der bedeutsamsten Erkenntnisfähigkeiten zu entdecken.

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