Das Wesen der Anthroposophie
Indem man diesen Bildekräfteleib des Menschen kennengelernt hat und kennenlernt, wie die Kräfte dieses Leibes zusammenhängen mit den Kräften des Sonnenhaften, dann erkennt man, dass im Sonnenhaften alles das enthalten ist, was aufbauende Wachstumskräfte sind, was fortschreitende Kräfte des Gedeihens, des Zunehmens, des Werdens sind. Kurz — ich möchte sagen —, der jetzt zur Geistigkeit umgebildete Weltenraum ist einem erfüllt von der Kraft des Werdens, des Wachsens, das sich draußen in der Natur entfaltet, das der Natur zugrunde liegt, und man schaut dieses Sonnenhafte als das Werdende, Wachsende überall eindringen, man schaut es eindringen in die eigene Konstitution des Bildekräfteleibes. Man lernt erkennen, wie der Mensch mit seiner intimen geistig-seelischen und leiblichen Organisation eingegliedert ist einem kosmischen Werdeprinzip. Die Tatsachenwelt wird wirklich um eine Summe von geistigen Prozessen bereichert.
Cite:
GA 80a/1922-01-16/p034 · edition original