Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-16/p038 ·1922-01-16 · original (original)
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Hat man erst durch Inspiration erkannt, was durch Geburt und Tod geht, und wie die Seele ist außer dem Leibe, hat man erkannt, wie dasjenige, was außer dem Leibe ist, sich verbindet durch die Konzeption mit demjenigen, was ihm durch die Vererbungskräfte gegeben ist, dann merkt man, wenn man das zusammen wahrnehmen kann, dass noch etwas in der Seele wirkt, was rein geistig ist, was aber wirkt in unserem Ich. Ohne dieses Geistige wäre dieses Ich im Menschen durchaus ein machtloses Ding. Dieses Geistige, das ergibt sich dann, wenn man zur Intuition gelangt, als die Wiederholung der früheren Erdenleben. Der Mensch hat frühere Erdenleben durchgemacht - und immer wieder Leben zwischen dem Tod und einer neuen Verkörperung. Und dasjenige, was sich in einem Erdenleben betätigt für das gewöhnliche Leben und die gewöhnliche Wissenschaft mit Hilfe des gewöhnlichen Organismus, was durch diesen gewöhnlichen Organismus seinen Ausdruck findet, geht durch die Todespforte und durch die geistigen Welten. Indem es durchgegangen ist durch die geistigen Welten, indem es alles in sich aufgenommen hat, was es vorher nur durch den Leib in der Welt gewirkt und erfahren hat, tritt es in ein neues Erdenleben ein.

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