Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-16/p051 ·1922-01-16 · original (original)
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Und als Letztes, wo Anthroposophie befruchtend wirken kann — es ist aber vielleicht das Allerwichtigste, gehört jedoch nicht zu unserem Thema —, nenne ich das Gebiet des religiösen Lebens. Gerade hier wird Anthroposophie verkannt, indem man glaubt, sie wolle irgendetwas Sektiererisches dem Leben einverleiben, indem sie aber zeigt, wie Erkenntnis — die es so strenge mit sich nimmt wie die gewöhnliche Wissenschaft — zum Geistig-Seelischen vordringt in der Welt und in dem Wesenskern des Menschen erfüllt dasjenige, was als Ergebnis von ihr kommt, die menschliche Seele, auch mit religiöser Innigkeit. Der Mensch lernt gewissermaßen dasjenige — indem er religiös erwachsen ist — erkennen, durchleuchtet von dem Licht, das durch Anschauen der geistigen Welten, denen der Mensch doch angehört, allein kommen kann.

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