{"corpus":"steiner","locus":"GA 80a/1922-01-17/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe oftmals davon gesprochen, dass in jedes Menschen Seele schlummernde — sagen wir mit einem wissenschaftlichen Ausdruck —, latente Erkenntnisfähigkeiten liegen, die erst heraufgeholt werden müssen aus dieser Seele, wie aus dem Kinde gewisse Fähigkeiten heraufgeholt werden müssen durch die äußerliche Erziehung. Eine solche innerliche Erziehung muss derjenige, der schon herangereift ist für die gewöhnlichen Erkenntnisfähigkeiten, sich angedeihen lassen in hingebungsvollen inneren Seelenübungen. Damit er jene Fähigkeiten in der Seele ausbilde, durch die nun nicht mehr unklar bleibt dasjenige, was ich nach den beiden Seiten hin als menschliches, rätselvolles Seelenerleben charakterisiert habe; das Erleben gegenüber den Vorstellungen, das Erleben gegenüber den Willensimpulsen, damit gewissermaßen der menschliche Seelenprozess durchsichtig werde, damit man eindringen kann in dasjenige, was da eigentlich vorgeht im menschlichen Vorstellungs-, im menschlichen Willensleben. Denn ohne dass man in diese alltäglichen Seelenrätsel eindringt, kann man auch nicht den Weg finden zu den großen Fragen des unsterblichen Daseins und des göttlich-geistigen Inhaltes der Welt, in dem auch des Menschen Seele urständet.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Anthroposophie und die Rätsel der Seele","site_heading":null,"date":"1922-01-17","location":null,"word_count":162,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80a/1922-01-17/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 297a/1922-01-17","ga":"297a","lecture":"1922-01-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}