{"corpus":"steiner","locus":"GA 80a/1922-01-17/p036","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich weiß, wie wenig die Menschen heute gelten lassen wollen die Liebe als eine Erkenntniskraft. Im gewöhnlichen Leben ist sie es auch nicht. Aber wenn sie so ausgebildet ist, dass der Wille nicht mehr wurzelt in Instinkten, in Trieben, in Emotionen, [sondern,] dass er im rein Seelischen, abgesehen von der Leiblichkeit, lebt, dann wird dieser Wille eigentlich erst seiner Wesenheit nach eingesehen. Und dann zeigt er sich als etwas ganz anderes, als das Gedankenelement sich gezeigt hat. Das Gedankenelement hat sich in seiner Verstärkung als dasjenige, was aufbauend gestaltet, gezeigt, was — ich möchte sagen — Organ herausfließen lässt, was zuletzt gipfelt in der menschlichen Fortpflanzung. Das Gedankenelement entfaltet sich als das plastische Wirken, von der Seele aus plastische Wirken in die menschliche Leiblichkeit hinein. Das Willenselement, das entfaltet sich so, dass es — gerade, wenn man es abgesondert vom Leibe erkennt, kann man dann anschauen, wie es auf den Leib wirkt —, dieses entfaltet sich so im Leibe, dass es das Leibliche nun nicht plastisch gestaltet, sondern das Plastisch-Gestaltete wird zurückgebildet, wird aufgelöst, zerstäubt, verfließend gemacht. Das Willenselement ist das, was stetig — ich möchte sagen, ich bitte, mich nicht misszuverstehen —, was stetig, der Ausdruck ist bildlich gemeint, aber er bedeutet etwas sehr Wichtiges, was stetig die gebildeten Elemente des Menschen wiederum verbrennt, in Flammen — geistig gesprochen — aufgehen lässt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Anthroposophie und die Rätsel der Seele","site_heading":null,"date":"1922-01-17","location":null,"word_count":223,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p036","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p036"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80a/1922-01-17/p036","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 297a/1922-01-17","ga":"297a","lecture":"1922-01-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}