Anthroposophie und die Rätsel der Seele

GA 80a/1922-01-17/p044 ·1922-01-17 · original (original)
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Und worauf sieht man jetzt hin in Bezug auf das, was ich angedeutet habe? Meine sehr verehrten Anwesenden, man sieht, wie die äußeren Eindrücke den Sinnen sich meilenweit dehnen, der ganze Prozess weiterspielt, und wie in der Tat dasjenige, was ich als gestaltendes, als plastisches Element des Gedankenlebens, des verstärkten Gedankenlebens bezeichnet habe, wie das in dem gewöhnlichen Wahrnehmungsprozess als eine Fortsetzung wirkt. Ich nehme äußerlich wahr, aber es wirken in mir ja nicht bloß die abstrakten Gedanken, die ich im gewöhnlichen Bewusstsein habe, sondern dasjenige, was durch Geisteswissenschaft bloß ergründet wird, das wirkt ja fortwährend. Dieses Plastische in diesen Vorstellungen, das wirkt hinunter in die menschlichen Seelen- und Leibestiefen. Und dann, wenn dies geschehen ist, wenn in die Seelenuntergründe und in die Leibesuntergründe der Gedanke gestaltend gewirkt hat, dann geht der Mensch zu anderem über. Da ist ein Willensentschluss tätig, da spielt der Wille, da ist aber der vergeistigte Wille vorhanden. In demjenigen Leben des Menschen, das an das äußere Gehirn gebunden ist, entfaltet sich dieser Wille. Er baut ab dasjenige für das gewöhnliche Bewusstsein, indem er die Plastik des Gehirns auflöst, er baut ab dasjenige, was der Eindruck aufgebaut hat, sodass wir eine äußere Gehirnoberfläche — wenn ich mich grob ausdrücken darf — haben, ausgebreitet über Untergründe, wo aber die Plastik fortwirkt.

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