Anthroposophie und die Rätsel der Seele

GA 80a/1922-01-17/p050 ·1922-01-17 · original (original)
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Und eine solche fortwährende Lösung des Rätsels der Seele möchte eben gerade anthroposophische Forschung darbieten, so anknüpfend an die Wirklichkeit des Daseins, dass man — wenn ich einen trivialen Vergleich gebrauchen darf — sagen kann: So wie der Mensch in seinem physischen Leben ein Wesen ist, das fortwährend Nahrung zu sich nehmen muss, das nicht mit dem einmaligen Nahrung-zu-sich-Nehmen befriedigt sein kann, weil es diese Nahrung verbraucht, weil es diese Nahrung verbindet mit seinem Lebensprozess, so ist es auch mit demjenigen, was uns durch Anthroposophie als Ergebnis der Seelenrätsel dargeboten wird. Es entschwindet uns seine innerliche intensive Wirksamkeit, wenn wir es nicht fortwährend ins Auge fassen, wenn wir nicht fortwährend fortschreiten. Weil wir es zu tun haben auf diesem Gebiete mit einer Wirklichkeit — nicht mit einer Theorie, die man lernen kann und gedächtnismäßig behalten, so wie bei der Wirklichkeit des Sich-Ernährens —, deshalb hat man es zu tun mit etwas, das aus Anthroposophie in den fortwährenden Lebensprozess eindringen muss.

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