{"corpus":"steiner","locus":"GA 80a/1922-01-17/p062","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man wird geführt durch die Lösung der Seelenrätsel zu der wahren Lösung der Weltenrätsel; man steigt auf zu der menschlichen Seele, zum Kosmos. Dadurch aber erlangt man lebendiges Wissen, lebendige Erkenntnis, die, wie ich eben schon angedeutet habe, geistige Nahrung ist. Dadurch aber wird ein Wissen, wie es von der Anthroposophie dargeboten werden will, zu einem wirklichen inneren Halt der Seele in demjenigen Elemente, wo das Leben schwankend werden will. Lebenssicherheit, Lebenshalt, Lebensorientierung, die findet man, indem man also die geistige Sättigung der Anthroposophie sucht. Dasjenige, was uns heimlich jauchzen machen will, in dem wir uns verlieren könnten, da bringt uns Anthroposophie zu uns selbst zurück, indem sie das verwandelt in inneren Halt, indem sie unserem innerlichen Gleichgewicht einen inneren Schwerpunkt verleiht. Und ebenso in den schweren Augenblicken des Lebens, wo wir im Unglücke zu versinken oftmals drohen; wir können uns einen Halt verschaffen durch eine Seelenstimmung, die innerlich getragen wird von dem Vollbewusstsein der den Menschen erfüllenden Geistigkeit, wo wir vollbewusst werden von dem, dass das Gedankenleben kein nichtiges ist, dass es die Realität finden kann in der plastisch gestaltenden Welt- und Seelenkraft, dass der Wille dasjenige ist, was diese plastische Ausgestaltung der Seelenkraft immer wiederum zum Geiste zurückbringt. Das gibt Halt in den schweren Augenblicken des Lebens, das stellt das Leben auf einen festen Boden, das führt auch in der richtigen Weise zu dem Ende des Lebens hin.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Anthroposophie und die Rätsel der Seele","site_heading":null,"date":"1922-01-17","location":null,"word_count":230,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p062","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-17/p062"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80a/1922-01-17/p062","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 297a/1922-01-17","ga":"297a","lecture":"1922-01-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}