Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-23/p004 ·1922-01-23 · original (original)
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Nun muss man wirklich sagen: Diejenigen Menschen, die zur Schwärmerei, zur nebelhaften Mystik neigen, und die von der Art sind, dass sie heute, wie das ja so üblich ist, zu allem leicht hinlaufen, was irgendwie sich okkult oder dergleichen nennt, die werden keineswegs auf die Dauer durch die Anthroposophie irgendwelche wahrhaftige Befriedigung haben. Denn diese Anthroposophie will arbeiten mit dem Ernste, mit der Gewissenhaftigkeit, mit der Methodik, welche durchaus in der Richtung neuerer naturwissenschaftlicher Entwicklung liegt. Und es muss vor allen Dingen das gesunde, harmonische, menschliche Denken in dieser Anthroposophie zur Anwendung kommen. Und so nehmen denn gerade die Schwärmer und die abergläubischen Leute von ihr sehr bald Abstand. Das hindert natürlich nicht, dass diejenige Menschen, die alles dasjenige, was ihnen ungewohnt zunächst ist, mit einer leichten Handbewegung ablehnen wollen, dann sagen: Nur Neurastheniker oder hysterische Personen haben ein Interesse an anthroposophischer Forschung.

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