Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-23/p036 ·1922-01-23 · original (original)
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Dadurch, dass man in dieser Weise durchschauen lernt das Werden, das Prozesshafte des menschlichen inneren Organismus, lernt man erkennen in einer intimeren Weise das Gesundsein des Menschen, das Kranksein des Menschen. Man lernt den Abbau mancher organischer Prozesse kennen, wie er in Krankheitsprozessen auftritt. Man lernt auch erkennen, wie man durch entgegengesetzte Prozesse zur Gesundung beitragen kann. Man lernt vor allen Dingen den Zusammenhang der äußeren Natur mit dem menschlichen Inneren kennen. Man lernt zum Beispiel erkennen, wie gewisse abbauende, zerstörerische Kräfte des einen oder anderen Organs ausgeglichen werden können durch die sonnenhaften, aufbauenden Kräfte, sagen wir, im Pflanzen- oder Mineralreich. Man lernt die Heilkräfte aus einer solchen Verfolgung des Übersinnlichen in der Natur kennen und im Menschen. Und es kann dasjenige aus der Anthroposophie hervorgehen, was nun wirklich gerade gegenüber der Medizin schon hervorgegangen ist.

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