Das Wesen der Anthroposophie

GA 80a/1922-01-23/p052 ·1922-01-23 · original (original)
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Überall, wo man wirklich unbefangen als ganzer, voller Mensch hinschaut, ausgerüstet mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaft, da tritt einem etwas entgegen, wie das Geistig-Seelische einem entgegentritt aus der menschlichen Physiognomie, aus den menschlichen Bewegungen; da tritt einem etwas als Wissenschaft, als Erkenntnis des Geistig-Seelischen im Naturerkennen entgegen. Ich möchte sagen: Das Naturerkennen kann durch seine Physiognomie, durch die Art und Weise, wie es sich entwickelt, auf dieses Geistig-Seelische einer besonderen Erkenntnis hinweisen. So wie der natürliche Mensch in seiner Leibesgestaltung den Geist, die Seele offenbart, so offenbart wahre, naturwissenschaftliche Erkenntnis eine auf das Geistig-Seelische gehende höhere, übersinnliche Erkenntnis. Das, was Menschenseele und Menschengeist im Menschenleibe, im Menschenkörper sind, das — meine sehr verehrten Anwesenden, also Seele und Geist in der Erkenntnis - möchten für eine wirkliche Naturwissenschaft die anthroposophischen Wege, die anthroposophischen Ergebnisse sein.

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