Anthroposophie und die Rätsel der Seele

GA 80a/1922-01-26/p007 ·1922-01-26 · original (original)
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Von einem Beispiel möchte ich ausgehen, um an ihm zu zeigen, wie Naturwissenschaft glaubt an die Seelenrätsel herankommen zu können, und wie in ganz anderer Art Anthroposophie an diese Seelenrätsel herangehen muss. Ich möchte aufmerksam machen auf eine Schrift, die in allerneuester Zeit in gewissen Kreisen einen großen Eindruck gemacht hat, weil sie das Seelenrätsel bis zur menschlichen Unsterblichkeitsfrage hin behandelt und einen durch und durch naturwissenschaftlichen Geist atmet. Es ist die Schrift, in welcher Oliver Lodge geschrieben hat, was er nach dem Tode seines Sohnes Raymond Lodge angeblich über die Seele seines Sohnes durch mediumistische Kunst hat erfahren können. Man darf diesen, für die Anthroposophie durchaus als verfehlt geltenden Versuch Oliver Lodges, in das Seelenleben bis zur Unsterblichkeitsfrage einzudringen, deshalb anführen, weil der, welcher mit der wissenschaftlichen Gewissenhaftigkeit der Naturforschung bekannt ist, jeder Seite — möchte ich sagen — des ausführlichen Buches von Oliver Lodge ansieht, wie dort die strengen naturwissenschaftlichen Methoden gewahrt sind, wie alles, was der Naturforscher gewohnt geworden ist, im Laboratorium oder im physikalischen Kabinett anzuwenden, hier scheinbar auf die Seelenforschung angewendet ist. Ich möchte nur dasjenige Experiment — es sind ihrer viele in dem genannten Buche — anführen, das am meisten frappiert hat, und das geradezu für viele eine Art «experimentum crucis> war.

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