{"corpus":"steiner","locus":"GA 80a/1922-01-26/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Indem nun Anthroposophie ihr Schauen entwickelt, weiß sie eine Ähnlichkeit aufzufinden zwischen dem, was da im wachen Tagesleben beim Wollen fortwährend zustande kommt, und dem, was das Denken als Eigentümliches zeigt zwischen Einschlafen und Aufwachen. Das, was zwischen dem Zielgedanken und demjenigen Gedanken, der dann das Erreichen des Zieles im Wollen konstatiert, zwischendrinnen liegt; das ist etwas, was vor der Seele ganz so steht, wie dasjenige Seelenleben, das zwischen Einschlafen und Aufwachen verläuft. Wer mit jenem gestärkten Bewusstsein, das durch Meditation und Konzentration erreicht werden kann, das verfolgt, wie der Schlaf herannaht an den Menschen und wie wieder das Aufwachen geschieht, der weiß, dass in dem Herbeiführen des Schlafes durchaus etwas Positives liegt, dass nicht nur der physische Leib des Menschen in ein anderes Stadium eintritt, sondern dass tatsächlich ein Seelisch-Geistiges im Einschlafen und Aufwachen ein Positives ausführt, dass positive, nur eben unbewusste Erlebnisse stattfinden im Schlafe, die aber absolut gleich sind denjenigen Erlebnissen, die zwischen dem Zielgedanken einer Handlung und dem Gedanken liegen, der das Erreichen einer Handlung konstatiert. Wir verfolgen also eigentlich das Erreichen einer Handlung ins wache Tagesleben herein, wenn wir das Wollen des Bewusstseins im gewöhnlichen Tagesleben verfolgen. In dieses Dunkel, wo das Wollen im gewöhnlichen Seelenleben stattfindet, wollen die Übungen des anthroposophischen Forschers hineinwirken, wenn man die Übungen macht, die ich bei solchen Gelegenheiten gerne andeute. Es gibt viele Übungen, aber ich will jetzt nur diejenigen anführen, die charakteristisch sind, weil sie etwas Prinzipielles darstellen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Anthroposophie und die Rätsel der Seele","site_heading":null,"date":"1922-01-26","location":null,"word_count":240,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-26/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80a/1922-01-26/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80a/1922-01-26/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}