Anthroposophie und Geisteserkenntnis

GA 80a/1922-05-16/p003 ·1922-05-16 · original (original)
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Meine sehr verehrten Anwesenden! Die Ausführungen, welche ich heute hier werde vorzubringen haben, bedürfen, wenn sie in der Gegenwart — ich möchte sagen —, in unserem wissenschaftlichen Zeitalter gerechtfertigt erscheinen sollen, einer gewissen Voraussetzung, der Voraussetzung einer Auseinandersetzung mit dem, was gegenwärtig als wissenschaftlich möglich eingesehen werden muss. Allein dasjenige, was nach dieser Richtung zu sagen ist, was Anthroposophie geltend macht über ihr Verhältnis zur wissenschaftlichen Weltanschauung der Gegenwart, wie sie durchaus zu dieser nicht in Opposition steht, sondern deren Bedeutung voll anerkennt, wie sie ihrerseits weiter über diese Wissenschaft hinausdringt, das habe ich mir erlaubt in dem letzten Vortrage vor einigen Monaten, den ich hier an derselben Stelle halten durfte, auseinanderzusetzen. Und da ich wohl annehmen darf, dass ein großer Teil der verehrten Zuhörer von heute auch dazumalen vorhanden war, so scheint es mir nicht möglich und außerdem überflüssig, dasjenige, was dazumalen gesagt worden ist, zu wiederholen. Ich werde es einfach voraussetzen und weiter aufbauen dasjenige, was nun Anthroposophie durch ihre Forschung, durch ihre Erkenntnis über das Verhältnis des Menschen zur geistigen Welt zu sagen hat.

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Cite: GA 80a/1922-05-16/p003 · edition original