Anthroposophie und Geisteserkenntnis

GA 80a/1922-05-16/p018 ·1922-05-16 · original (original)
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Und all das Herrliche, das in älteren Zeiten über die geistige Welt gesagt worden ist, es wurde gesagt aus dem Erlebnisse heraus, dass der Mensch auf die geschilderte Weise zu dem Selbst, zu dem Ich hinkam, dass er sein Ich als seine ewige Geistigkeit verbunden mit der Allgeistigkeit der Welt fühlte. Und man lese nach die schönsten Kapitel in der wunderbaren Dichtung der Bhagavad Gita, man lese nach, wie da in einer so herrlichen Weise geschildert wird, wie der Mensch zu seinem Selbst und zum Erleben der geistigen Welt kommt, und man wird sich hineinversetzt fühlen in die besondere Artung des Geistesweges dieser alten Zeiten. Vieles von dem, was auf diese Weise über das menschliche Selbst, über die menschliche Geistigkeit und ihr Verhältnis zur Weltgeistigkeit sich dem Menschen geoffenbart hat, das lebt vielfach in den heutigen traditionellen Glaubensbekenntnissen, in den heutigen traditionellen Weltanschauungen, ja sogar in den Philosophien, von denen man glaubt, dass man ohne Vorurteil zu ihnen komme. Die Menschen wissen es nicht, wie viel in dem, dem sie sich hingeben in ihrem Autoritätsglauben, übernommen ist von solchen Erlebnissen, die der alte Yogi durchmachte.

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Cite: GA 80a/1922-05-16/p018 · edition original