Anthroposophie und Geisteserkenntnis

GA 80a/1922-05-16/p028 ·1922-05-16 · original (original)
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Wenn man mit diesem gewöhnlichen Denken sich eine Vorstellung bildet von dem höheren Tier, von seiner inneren Gestaltung, von seinen Vorgängen, von dem Ineinanderfließen seiner Lebensvorgänge, dann hat man durch einen Gedanken — ich möchte sagen — die vor uns stehende Wesenheit dieses höheren Tieres sich innerlich vergegenwärtigt. Aber der Gedanke lebt, und dieser Gedanke wandelt sich innerlich, wenn er lebt, ohne dass wir hinschauen brauchen, um. Er formt aus sich heraus den Gedanken des Menschen, er macht diese Metamorphose innerlich durch. Mit dem toten Denken können wir uns nur den Gedanken des höheren Tieres bilden, dann mit dem Denken herübergehen zu dem Menschen, an dem Menschen, den wir äußerlich erfahren, den Menschengedanken finden, aber mit dem Tiergedanken kommen wir niemals zu dem Menschengedanken. Dadurch, dass wir einfach den Gedanken in uns lebendig sein lassen, wodurch sich dann der Menschengedanke aus dem Tiergedanken ergibt, dadurch gelangen wir zu einem anderen, zu einem geistigen Verhältnis zur Welt.

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