Anthroposophie und Geisteserkenntnis

GA 80a/1922-05-16/p042 ·1922-05-16 · original (original)
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So — meine sehr verehrten Anwesenden — erschließt sich die geistige Welt, erschließt sich das Verhältnis des Menschen zu dieser geistigen Welt, indem Anthroposophie wiedereröffnet die Wege, durch die einzelne Menschen hinaufgelangen können in die geistige Welt und die Ergebnisse verkünden den Mitmenschen. Wir brauchen eine Methode, der eben solches Vertrauen entgegengebracht wird, wie es der äußeren Wissenschaft entgegengebracht wird. Ich habe in den genannten Büchern geschildert, wie jeder bis zu einem gewissen Grade ein Geistesforscher werden kann, dass der Mensch dazu gelangt, solche Anschauungen gegenüber dem Übersinnlichen, dem Geistigen zu haben, die ihm seinen wahren Wert und seine wahre Menschenwürde geben. Aber der Mensch braucht nicht unbedingt Geistesforscher zu werden. Wie man nicht Astronom zu werden braucht, um astronomische Ergebnisse in sein Wissen aufzunehmen, wie man nicht Botaniker zu werden braucht, um die nötigen botanischen Ergebnisse in seine Bildung aufzunehmen, so braucht man auch nicht Geistesforscher zu werden, um die Ergebnisse der Geisteswissenschaft in sich aufzunehmen.

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